Wer heute Immobilien vermarktet, kommt um eine professionelle Software kaum herum. Die Frage ist selten, ob — sondern, ob man sie kauft oder mietet. Beide Modelle haben ihre Berechtigung; entscheidend sind Ihre Kanzleigröße, Ihr Budget und wie viel IT-Aufwand Sie selbst tragen möchten.
Mieten vs. Kaufen — der Unterschied
Beim klassischen Kauf erwerben Sie eine Lizenz für eine festgelegte Version. Sie zahlen einmal einen meist vierstelligen Betrag und besitzen das Recht, die Software zeitlich unbegrenzt zu nutzen. Updates, Wartung, Server und Support sind dabei in der Regel nicht enthalten — sie kommen als separate Posten obendrauf oder Sie kümmern sich selbst darum.
Beim Mieten — dem heute verbreiteten Abo-Modell — zahlen Sie stattdessen einen festen Betrag pro Monat und nutzen die Software, solange das Vertragsverhältnis besteht. Updates, Wartung und häufig auch Hosting und Support sind in diesem Monatspreis inbegriffen. Sie kaufen also keine Lizenz, sondern ein laufendes, gepflegtes Produkt. Genau dieser Unterschied prägt die gesamte Kostenrechnung über die Jahre.
Vorteile des Mietmodells
Das Abo hat sich aus guten Gründen durchgesetzt — gerade für kleine und mittlere Maklerbüros, die ihre Mittel lieber in die Vermarktung als in die IT stecken. Die wichtigsten Argumente für das Mieten von Immobiliensoftware:
- Planbare monatliche Kosten. Statt einer hohen Anfangsinvestition zahlen Sie einen gleichbleibenden Betrag. Das schont die Liquidität und macht die Maklersoftware-Kosten über das Jahr hinweg kalkulierbar.
- Updates & Wartung inklusive. Neue Funktionen, Sicherheitsaktualisierungen und Fehlerbehebungen kommen automatisch — Sie nutzen immer die aktuelle Version, ohne separat dafür zu zahlen.
- Monatlich kündbar. Seriöse Anbieter binden Sie nicht über Jahre. Passt das Produkt nicht mehr, steigen Sie zum Monatsende aus — ohne abgeschriebene Lizenz, die Sie ohnehin nicht mehr nutzen.
- Kein eigener IT-Aufwand. Server, Backups, technische Pflege und Erreichbarkeit liegen beim Anbieter. Sie brauchen keine eigene Infrastruktur und keinen IT-Dienstleister im Hintergrund.
Unterm Strich verlagert das Mietmodell Risiko und Aufwand vom Makler zum Anbieter — und dafür zahlen Sie einen überschaubaren, festen Beitrag.
Wann sich Kauf noch lohnt
Das Mietmodell ist kein Selbstläufer für jeden. Der einmalige Kauf kann weiterhin sinnvoll sein, wenn Sie eine große Kanzlei mit eigener IT-Abteilung führen, sehr spezielle Anforderungen haben, die nur eine individuell entwickelte oder lokal installierte Lösung erfüllt, oder wenn Sie aus Datenschutz- oder Compliance-Gründen alles auf eigenen Servern betreiben möchten.
Rechnerisch lohnt sich der Kauf vor allem dann, wenn Sie dieselbe Version über viele Jahre unverändert nutzen — was in der Praxis selten gelingt, da Portale, Schnittstellen und rechtliche Vorgaben sich laufend ändern. Wer eine veraltete, ungepflegte Software betreibt, spart kurzfristig und zahlt langfristig mit Sicherheitsrisiken und Kompatibilitätsproblemen drauf.
Worauf Sie beim Mieten achten sollten
Nicht jedes Abo ist gleich fair. Bevor Sie unterschreiben, prüfen Sie diese vier Punkte — sie entscheiden darüber, ob Sie flexibel bleiben oder sich in eine Abhängigkeit begeben:
- Datenexport & Datenhoheit. Können Sie Ihre Objektdaten und Kundendaten jederzeit in einem gängigen, weiterverwendbaren Format exportieren? Ihre Daten gehören Ihnen — ein seriöser Anbieter gibt sie Ihnen beim Wechsel oder bei Vertragsende ohne Hürden heraus.
- OpenImmo-Kompatibilität. Der offene OpenImmo-Standard ist das Bindeglied zwischen Maklersoftware und Portalen. Eine Lösung, die OpenImmo spricht, lässt sich an gängige Software wie justImmo, onOffice oder edireal anbinden — und sichert Ihnen den Wechsel zwischen Systemen.
- Vertragslaufzeit. Achten Sie auf kurze Kündigungsfristen. Eine monatliche Kündbarkeit ist der beste Beleg dafür, dass ein Anbieter auf die Qualität seines Produkts vertraut, statt Sie über Laufzeiten zu binden.
- Hosting in der EU. Werden Ihre Daten und die Ihrer Interessenten auf Servern innerhalb der EU verarbeitet? Das ist für die DSGVO-Konformität wesentlich und sollte transparent ausgewiesen sein.
Kostenbeispiel
Wie sich die Maklersoftware-Kosten konkret zusammensetzen, hängt vom Anbieter und Funktionsumfang ab — als Orientierung lohnt aber ein einfacher Vergleich. Beim Kauf stehen am Anfang oft mehrere tausend Euro Lizenzkosten, zu denen über die Jahre Wartung, Updates und Hosting hinzukommen. Beim Mieten verteilt sich der Aufwand auf einen einmaligen Einrichtungsbetrag und eine feste Monatsmiete.
Ein planbares Mietmodell besteht typischerweise aus zwei klaren Posten: einem einmaligen Setup, das die Einrichtung und die erstmalige Übernahme Ihres Objektbestands abdeckt, und einer festen Monatsmiete inklusive Hosting, in der Updates, Wartung und Betrieb bereits enthalten sind. Bei iX immo etwa beginnt das Setup ab 490 Euro, die Miete ab 99 Euro im Monat inklusive EU-Hosting — monatlich kündbar. So sehen Sie von Anfang an, was die Lösung kostet, ohne versteckte Folgeposten.
Eine Makler-Website, die mitwächst
iX immo vermietet WordPress-basierte Makler-Websites mit OpenImmo-Schnittstelle: Setup ab 490 €, Miete ab 99 €/Monat inklusive EU-Hosting, Updates und Support — monatlich kündbar. Die Schnittstelle bindet Ihre bestehende Maklersoftware an, ein automatischer Portal-Export ist in Vorbereitung.
Fazit
Für die allermeisten Maklerbüros ist das Mieten von Maklersoftware heute die wirtschaftlich und technisch klügere Wahl: planbare Kosten, immer aktuelle Software, kein IT-Aufwand und die Freiheit, jederzeit zu wechseln. Der Kauf bleibt eine Option für Sonderfälle mit eigener IT und sehr speziellen Anforderungen. Worauf es in beiden Fällen ankommt, ist Ihre Datenhoheit — solange Sie Ihre Daten über einen offenen Standard wie OpenImmo jederzeit mitnehmen können, behalten Sie die Kontrolle, ganz gleich, für welches Modell Sie sich entscheiden.